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Ablauf
Bei Ablauf einer Kapitallebensversicherung wird die garantierte Versicherungssumme zuzüglich der durch das Versicherungsunternehmen erwirtschafteten Überschüsse fällig. Bei einer sog. Termfix-Versicherung (fester Auszahlungszeitpunkt) wird die Versicherungssumme zuzüglich Überschüsse erst zu einem festgelegten Zeitpunkt auch bei Tod der versicherten Person fällig. Beim Ablauf der Risiko-Lebens-Versicherung endet der Versicherungsschutz ohne eine Zahlungsverpflichtung des Versicherungsunternehmens. Im Sachversicherungsbereich (z.B. Hausratversicherung) verlängert sich das Vertragsverhältnis stillschweigend um ein weiteres Jahr, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Ablaufleistung
Betrag, den die Gesellschaft bei Vertragsablauf einer Lebensversicherung auszahlt. Dieser setzt sich aus der bei Vertragsabschluß garantierten Versicherungssumme und den Überschußanteilen zusammen.

Aktie
Eine Aktie ist ein Anteilschein an einer Aktiengesellschaft und repräsentiert den Anteil am Grundkapital, den der Aktieninhaber an der AG (=Aktiengesellschaft) erworben hat. Normalerweise gewährt eine Aktie seinem Inhaber (Aktionär) folgende Rechte: einen seinem Kapitalanteil entsprechenden Gewinnanteil (Dividende), einen quotenmäßigen Anteil am Liquidationserlös und ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung entsprechend seinem Kapitalanteil.

Aktienfonds
Dies ist ein Investmentfonds, der das Fondsvermögen (Sondervermögen) vollständig oder überwiegend in Aktienwerte investiert. Damit hat der Inhaber von Anteilscheinen eines solchen Fonds die Möglichkeit, indirekt an der Substanz und den Erträgen von Aktiengesellschaften beteiligt zu sein.

Aktiengesellschaft (AG)
Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, deren Gesellschafter (Aktionäre) mit ihren Anteilen (Aktien) am Aktienkapital (Grundkapital) beteiligt sind. Die Organe einer AG sind die Hauptversammlung (jährliche Versammlung der Gesellschafter), der Vorstand (Geschäftsführung) und der Aufsichtsrat (Kontrolle des Vorstandes).

Aktienindex
Maßzahl zur Erfassung von Kursbewegungen eines Portefeuilles ausgewählter Aktien im Zeitablauf durch Vergleich der Werte des Berichtszeitpunktes mit dem eines ausgewählten Basiszeitpunktes (der z.B. gleich 100 oder 1.000 gesetzt wird).

Aktienkurs
Der Preis oder Kurs der Aktie wird im Börsenhandel durch die Abstimmung von Angebot und Nachfrage ermittelt.

Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB)
Sie sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherer und unterliegen der Genehmigungspflicht der Aufsichtsbehörde. Dies gilt auch für Änderungen.

Altersvorsorge-Sondervermögen (AS)
Im 3. Finanzmarktförderungsgesetz wird diese Form der privaten Altersvorsorge geregelt, die es ermöglicht, durch Anlage in besondere Investmentfonds Alterssicherung zu betreiben. AS-Fonds unterliegen speziellen Anlagevorschriften: Innerhalb festgelegter Grenzen dürfen AS-Fonds in die drei Kategorien Aktien, Rentenpapiere und Immobilien investieren. Ziel ist ein ausgewogenes Portfolio, in dem sicherheitsorientierte Investments mit renditestarken Anlagen kombiniert werden.

Anfechtung des Versicherungsvertrages
Hat der Versicherungsnehmer im Rahmen der vorvertraglichen Anzeigepflicht risikoerhebliche Tatbestände arglistig verschwiegen oder arglistig falsche Angaben gemacht, so kann der Versicherer anfechten. Durch die Anfechtung wird der Vertrag von Anfang an nichtig. Der Versicherer darf jedoch die Prämie für die laufende und alle früheren Perioden behalten, da in diesem Fall der Grundsatz der Unteilbarkeit der Prämie gilt.

Anlagegrundsatz/-politik/ziele
Das Fondsmanagement betreibt Anlagepolitik, um die Anlageziele (i.d.R. überdurchschnittliche Rendite innerhalb einer bestimmten Risikoklasse) des Fonds zu gewährleisten. Darunter fallen z.B. die Auswahl der Wertpapiere und Wertpapierarten, die Kauf- und Verkaufszeitpunkte, die Steuerung der Barreserven und Absicherungen gegen Kursverluste. Der Rahmen für die Anlagepolitik wird vom Anlagegrundsatz, der sich am Fondstyp orientiert und meistens aus dem Fondsnamen hervorgeht, vorgegeben.

Anpassungsversicherung
Sie wird auch Zuwachs- oder dynamische Lebensversicherung genannt. Beiträge und Versicherungssumme werden in regelmäßigen Abständen erhöht. Maßstab für die Erhöhung der Beiträge ist meistens neben der individuellen Vereinbarung die Steigerung des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung der Angestellten und Arbeiter.

Anteilspreisveröffentlichung
Die Kapitalanlagegesellschaften sind im Rahmen ihrer Informationspflicht dazu angehalten, die Anteilspreise (= Rücknahmepreise) ihrer Fonds zu veröffentlichen. Diese Preise müssen börsentäglich ermittelt werden und wenigstens zweimal pro Monat in einer hinreichend verbreiteten Wirtschafts- oder Tageszeitung erscheinen.

Anteilswert
Der Wert der Investmentanteile errechnet sich aus dem Wert des Fondsvermögens dividiert durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile und ist identisch mit dem Rücknahmepreis.

Antizyklisches Anlageverhalten
Ein Anleger kauft bei fallenden Anteilswerten. Viele Anleger handeln jedoch prozyklisch, d.h. sie kaufen bei steigenden Anteilswerten.

Anzeigepflicht
Der Versicherungskunde ist beim Abschluß, bei einer Änderung oder einer Wiederherstellung seines Lebensversicherungsvertrags dazu verpflichtet, seinen derzeitigen und vergangenen Gesundheitszustand wahrheitsgemäß zu schildern. Verschweigt er gravierende Krankheiten oder gibt sie nicht richtig an, dann liegt eine Verletzung der Anzeigepflicht vor (§ 16 VVG). Ist eine solche nachzuweisen, so kann das Versicherungsunternehmen innerhalb von drei Jahren nach Vertragsabschluß bzw. nach Änderung oder Wiederherstellung des Vertrages - bei Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen innerhalb von zehn Jahren - von diesem zurücktreten.

Arbeitgeberzuschuß
Krankenversicherungsfreie Arbeitnehmer erhalten vom Arbeitgeber auch zu einer privaten Krankenversicherung und privaten Pflegeversicherung einen Zuschuß zum Krankenversicherungsbeitrag.

Arbeitslosigkeit
Arbeitslosigkeit löst eine Pflichtversicherung in der GKV aus.

Attestkosten
Hält der Versicherer Rückfragen bei Ärzten zur Einschätzung des zu übernehmenden Risikos oder zur Prüfung der Leistungspflicht, übernimmt die Gesellschaft die anfallenden Kosten. Ausgenommen sind die Kosten eines Untersuchungsberichtes für den Wartezeiterlaß bei Antragstellung.

Aufgeschobene Rentenzahlung
Die Rentenzahlung beginnt nicht sofort, sondern zu einem bestimmten vereinbarten Zeitpunkt (Leibrentenversicherung).

Aufschubzeit
Der Kunde legt bei Vertragsabschluß fest, wann die Rentenzahlung beginnen soll (in der Regel ab dem 60. oder 65. Geburtstag). Die Sparphase vom Abschluß bis zum Rentenbezug heißt Aufschubzeit.

Ausbildungsversicherung
Die Versicherungssumme wird zu einem bestimmten Zeitpunkt, zum Beispiel dem voraussichtlichen Beginn der Ausbildung des versicherten Kindes, spätestens zu dessen 25. Geburtstag, ausgezahlt. Stirbt der Beitragszahler, in der Regel ein Elternteil, läuft der Vertrag beitragsfrei weiter. Stirbt das Kind vor Ablauf des Vertrages, werden die Beiträge zumeist rückerstattet.

Ausgabeaufgeld, Ausgabeaufschlag
So wird die Differenz zwischen dem Ausgabepreis beim Erwerb eines Fonds und dem Rücknahmepreis (Anteilswert) bezeichnet. Der Ausgabeaufschlag dient der Deckung der Vertriebskosten und wird in unterschiedlicher Höhe erhoben.

Ausgabepreis einer Aktie
Nach Abschluss der Bookbuildingphase werden die eingegangenen Zeichnungsaufträge gesammelt und den zur Verfügung stehenden Aktien gegenübergestellt. Der Ausgabepreis liegt in der Regel innerhalb der Preisspanne für das Bookbuildungverfahren. Ein Unternehmen kann sich jedoch das Vorrecht vorbehalten einen Ausgabepreis zu wählen, der außerhalb der Preisspanne liegt.

Ausgabepreis eines Fonds
Der Ausgabepreis ergibt sich aus dem Anteilswert (Rücknahmepreis) zuzüglich des Ausgabeaufschlags. Zu diesem Preis können Fondsanteile erworben werden.

Auslandsschutz der GKV
"Der Versicherungsschutz der GKV gilt nicht bei vorübergehendem Auslandsaufenthalt, mit Ausnahme in den Ländern, mit denen die Bundesrepublik ein Sozialversicherungsabkommen getroffen hat. Dies gilt nicht für Behandlungen, die nur im Ausland erbracht werden können. Das Mitglied erhält gegebenenfalls auf Anforderung von seiner GKV einen ""Auslandskrankenschein"". Zweckmäßig ist in jedem Falle der Abschluß einer Auslandsreise-Krankenversicherung, da der Auslandskrankenschein teilweise nicht akzeptiert wird und zum anderen Rücktransportkosten überhaupt nicht versichert sind."

Ausschlußklausel
Nach dem VVG und den Versicherungsbedingungen sind bestimmte Risikofälle von der Versicherung ausgeschlossen.

Ausschüttungen
Sammelbezeichnung für Zahlungen wie Dividende und Bonus, Berichtigungs- bzw. Gratisaktien sowie Liquidationserlöse.

Aussteuerversicherung
Die Versicherungssumme wird bei Heirat des versicherten Kindes, spätestens zu dessen 25. Geburtstag, ausgezahlt. Stirbt der Beitragszahler, in der Regel ein Elternteil, läuft der Vertrag beitragsfrei weiter. Stirbt das Kind vor Ablauf des Vertrages, werden die Beiträge zumeist rückerstattet.

Auszahl(ungs)plan
Der Anleger kann sich aus seinem Investmentvermögen, das eine bestimmte Höhe haben muß, regelmäßig Beträge auszahlen lassen. Er kann sich entscheiden, ob neben den erwirtschafteten Erträgen auch Teile seines Vermögens ausgezahlt werden sollen (Auszahlplan mit Kapitalverzehr) oder ob ihm nur die von seinem Kapital erwirtschafteten Erträge zufließen sollen (Auszahlplan mit Kapitalerhalt).

Azubi-Klausel
Bei der Frage, ob Berufsunfähigkeit vorliegt, ist nicht auf das Ausbildungsziel sondern auf den bereits erreichten Ausbildungsstand abzustellen. In der Regel ist daher bei Studenten und Auszubildenden die volle Erwerbsunfähigkeit Voraussetzung für eine Leistung aus der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung.

Ärztliche Untersuchungen
Sie sind bei Vertragsabschluß in der Regel erst ab Versicherungssummen von 125.000 € oder bei höherem Eintrittsalter üblich.